Grenzwanderung | Rhönklub Zweigverein Petersberg e.V.

Grenzwanderung

Am Sonntag, den 05. Okt. 2014 fuhren elf Wanderer vom Rathausplatz in Fahrgemeinschaften nach Geisa. Die Führung hatte unser Wanderwart Erhard Diegelmann.
Geisa liegt im Süden des Wartburgkreises in der thüringischen Rhön im Ulstertal. Es ist der nördliche Teil der Rhön, der Kuppenrhön, die durch offene Landschaften und steile, bewaldete Inselberge – bekannt als das Hessische Kegelspiel – gekennzeichnet ist.
Von hier startete die Wanderung nach Wiesenfeld.DSC03676
Wiesenfeld liegt westlich von Geismar; die Flur bindet westlich an die hessisch-thüringische Landesgrenze an, die von 1949 bis 1990 die Innerdeutsche Grenze war. Das Umland gehört zur Thüringer Rhön und liegt im Biosphärenreservat Rhön. Die geographische Höhe des Ortes beträgt 312 m ü.  NN. Wiesenfeld hat ca. 160 Einwohner.
Anschließend wanderten die Teilnehmer den „Weg der Hoffnung“, zum „Haus auf der Grenze“, zur Gedenkstätte „Point Alpha“ und zurück nach Geisa. Die Wanderstrecke betrug ca. 9 km.

Die Rhön war vier Jahrzehnte lang geteilt. Hier, im Herzen Deutschlands, trennte der Eiserne Vorhang die Menschen.
Der „Weg der Hoffnung“ – Kunstwerk – Mahnmal – Anstoß – ist ein Kunstprojekt der Point Alpha Stiftung zur Erinnerung an den Widerstand gegen die kommunistischen Diktaturen Mittel- und Osteuropas. Auf dem ehemaligen Kolonnenweg der DDR-Grenzer, dem Todesstreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze, entstanden vierzehn monumentale Skulpturen. Sie greifen den Gedanken des biblischen Kreuzwegs auf.

Im „Haus auf der Grenze“ sind Ausstellungen, die die weltgeschicht-lichen und militärischen Zusammenhänge erzählen. In dem Grenz-museum sind die Mechanismen des Unterdrückungsapparates zu sehen, während eine multimediale Ausstellung die Erinnerungen an die Friedliche Revolution bewahrt, die die SED-Diktatur beendete.
Der markante Observation Point „Alpha“ der US-Army macht diesen Teil der ehemaligen Grenze zu einem einzigartigen Zeugnis deutscher Geschichte. Der historische US-Beobachtungsstützpunkt erinnert an die Zeit, als hier im sogenannten „Fulda Gap“ jederzeit der Beginn eines Dritten Weltkriegs erwartet wurde.
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Hier standen sich einst NATO und Warschauer Pakt gegenüber. Die Konfrontation der beiden Militärblöcke ist hier durch Ausstel-lungen, Grenzanlagen, das US-Camp und Wach- und Beobachtungs-türmen hautnah nachfühlbar.
(Quellen: Wikipedia, Flyer der Alpha Stiftung)