Stadtführung | Rhönklub Zweigverein Petersberg e.V.

Stadtführung

Stadtbesichtigung Fulda

Bericht von unserer Schriftführerin Ursula Diegelmann:

Zu unserer ersten Seniorenveranstaltung im neuen Jahr trafen sich 36 Rhönklubmitglieder und Gäste am Bonifatiusdenkmal in Fulda. Unser Mitglied und Stadtführer Jürgen Sauerbier begrüßte uns ganz herzlich. Zunächst führte er uns zum Haupteingang des Stadtschlosses und erläuterte u.a. dass das ehemalige Renaissanceschloss ab 1706 von Fürstabt Adalbert von Schleiffras zum Barockschloss umgebaut wurde.

Anschließend führte die Besichtigung an der „Affengalerie“ vorbei zum Schlossgarten. Von der Schlossterrasse hatte man einen schönen Blick zur Orangerie. Die Orangerie wurde in den Jahren von 1721 bis ca. 1725 nach den Plänen von Maximilian von Welsch errichtet und diente ursprünglich im Winter als Gewächshaus, während im Sommer die Fürstäbte und –bischöfe glanzvolle Sommerfeste zelebrierten. Auf der ovalen Freitreppe vor der Orangerie steht die 6,80 m hohe „Floravase“. Abgebildet ist Flora, die Göttin der Blumen und des Frühlings. Sie steigt aus einer großen Vase, umgeben von Putten und Blumengirlanden, aus einer zweiten Vase empor und hält in der linken Hand eine goldene Lilie. Die ganze Skulptur wurde aus einem Steinblock gefertigt. Die Baumbepflanzung des Schlossgartens stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde als Landschaftsgarten nach englischem Vorbild angelegt. Anschließend ging die Führung weiter zum  Dom und Jürgen Sauerbier berichtete von Parallelen zwischen der Peterskirche in Rom und dem Dom zu Fulda. So sind zum Beispiel beide Bauwerke nicht – wie üblich – nach Osten gerichtet, sondern nach Westen orientiert. Das heißt: Der Hauptaltar befindet sich nicht im Osten sondern im Westen der Kirche. Ganz besonders verweist auch das unter dem Hochaltar gelegene Bonifatiusgrab auf die entsprechende Position des Petrusgrabes in Rom. Auch der Hochaltar des Fuldaer Domes und seine Stellung im Raum sowie die Domkuppel schaffen Verbindungen zum Petersdom.

Der Stadtführer wusste noch so einiges über den Dom zu berichten, was selbst den „Einheimischen“ neu war. Zum Abschluss bedankte sich die Gruppe mit einem kräftigen Applaus für die gelungene Stadtführung. Im Anschluss wurde noch in das „GestaltenWerk“ am Severiberg eingekehrt und die Besucher ließen bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag ausklingen.