Naturschutzwanderung | Rhönklub Zweigverein Petersberg e.V.

Naturschutzwanderung

Am Sonntag, den 03. April 2016, fuhren um 10:00 Uhr bei herrlichem Frühlingswetter 25 Wanderer ab dem Rathausplatz in Fahrgemeinschaften zum Kinzigsee.
Der Kinzigsee ist ein Sport- und Freizeitgewässer bei Langenselbold in der Nähe von Hanau.  Dort wurde die Gruppe von Ralf Zeller, Ranger des Biosphärenreservats, erwartet.

Der Kinzigsee ist ein künstlich angelegter Badesee. Er hat keinen natürlichen Zufluss durch einen Fluss oder Bach. Er wird durch Sickerwasser aus dem Ruhlsee gespeist, welcher durch einen schmalen Damm vom Kinzigsee getrennt wird.

Der Ranger erläuterte bei seinem Rundgang vom Kinzigsee zum Ruhlsee den zum FFH-Gebiet gehörenden Bereich mit seinen zahlreichen Vogelarten.

Nach einem sehr interessanten Rundgang, vorbei am Ruhlsee, erfolgte eine Einkehr mit Mittagessen am künstlich angelegten Kinzigsee.

Nach dem mediterranen Mittagessen fuhren die Teilnehmer in den nahegelegenen Städtchen Erlensee.
Erlensee liegt am Übergang der Wetterau in das Kinzigtal auf etwa 110 m ü. NN. Die Kinzig fließt südlich an der Stadt vorbei. Hier am Ortseingang liegt das NATURA 2000 Gebiet „Weideswiesen-Oberwald bei Erlesensee“, ein Schutzgebiet von europäischer Bedeutung.

Das NATURA 2000 Gebiet, das zugleich auch flächenidentisch mit dem seit 1989 bestehenden Naturschutzgebiet gleichen Namens ist, wurde aufgrund seiner wertvollen Naturausstattung als Fauna-Flora-Habitatgebiet (FFH-Gebiet) für das europäische Schutzgebietsnetz NATURA 2000 an die EU gemeldet. Es repräsentiert einen charakteristischen Landschaftsausschnitt des unteren Kinzigtals.

Kennzeichnend für das Gebiet sind ein in Teilen naturnaher Verlauf der Kinzig, ausgedehnte, artenreiche Grünlandflächen mit Feuchtwiesen und Rhörichtbeständen sowie naturnahe Auen- und Bruchwälder. Insgesamt umfasst das Gebiet 157 h. Insbesondere im Verbund mit den angrenzenden NATURA 2000 Gebieten „Erlensee bei Erlensee und Bulau bei Hanau“ und „Kinzigaue bei Langenselbold“ kommt dieser immer seltener gewordenen Auenlandschaft eine besondere Bedeutung zu.
(Quelle: Informationstafel vor Ort)
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Im FFH-Gebiet „Weideswiesen“ wird eine extensive Beweidung mit Wasserbüffeln durchgeführt. Wasserbüffel eignen sich in besonderer Weise für die Bewirtschaftung von Feucht- und Nassstandorten, die in der modernen Landwirtschaft vielfach als unrentabel aufgegeben wurden. Die Tiere sind unempfindlich gegen hohe Wasserstände, können ganzjährig auf der Fläche stehen und fressen auch Schilf und Binsen in den stark vernässten Bereichen. (Quelle: Informationstafel vor Ort)

Mit soviel neuem Wissen ausgestattet fuhren die Wanderfreunde zurück nach Petersberg.

Ein großer Dank gilt unserem Naturschutzwart Thomas Ruppel, der diesen tollen Tag organisiert hat und dazu noch super Wetter bestellt hat.